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Drakensberg Boys Choir und JBU im CCU


Südwest Presse Ulm / Burkhard Schäfer 08.05.2018

Als am Ende des Konzerts – nach lauten Jubelrufen, nicht enden wollendem Applaus und Standing Ovations – alle im Congress Centrum Ulm gemeinsam das 1959 von Todd Matshikiza komponierte südafrikanische Lied „Shosholoza“ sangen und sich zu der Musik mit dem ganzen Körper wiegten, war klar: Dieser Abend hatte alle aufgerüttelt. Das Wort „Shosholoza“ kann man mit „mutig nach vorne schauen“ oder „wir greifen an“ übersetzen – und es entpuppte sich im Nachhinein als das geheime Motto des Konzerts.

Denn was die begeisterten Zuhörer vor allem in der zweiten Programmhälfte erlebten, war in der Tat nichts weniger als ein – allerdings freundschaftlicher – Frontalangriff auf jede Form von (westlicher) Arroganz, Ignoranz und Indolenz. Der Drakensberg Boys Choir und sein Leiter Bernard Krüger hatten nach der Pause die Bühne geentert und ein Afrika-Medley angestimmt, das man als perfekt durchchoreografiertes Mini-Musical bezeichnen könnte. Die Probleme des schwarzen Kontinents wie etwa seine Wasserknappheit kamen dabei genauso zur Sprache – besser gesagt: zu Gesang und Tanz – wie die Schönheiten des Landes: Wildtiere in Busch und Urwald. Dass der „Rhythmus das Herz aller afrikanischen Musik“ ist, wie es in dem Song „African Drumming“ hieß, wurde durch die (laut)starke Performance nicht nur der Trommler geradezu haptisch erfahrbar.

Eine erste Kostprobe ihres Könnens hatten die „Boys“ zum Auftakt des Abends geliefert, als sie mit dem „Dansgebed“ von Peter Louis van Dijk in die Rolle von Buschmännern der Kala­hari-Wüste schlüpften, die den Himmel um Regen anflehen. Mit dem Offertorium „Misericordias Domini“ von Mozart, „Little Man In A Hurry“ von Eric Whitacre, dem „Wrong Note Rag“ von Leonard Bernstein und – absolut mitreißend! – dem Abba-Hit „Does Your Mother Know“ zeigten die Gäste aus Afrika, dass sie gesanglich auch auf anderen Kontinenten zuhause sind.

Dank für die Gastfreundschaftfett

Dann waren die Gastgeber an der Reihe. Drei Werke für großes Orchester hatten die JBU und ihr Leiter Josef Christ vorbereitet, unter andrem den „Jupiter“-Satz aus Gustav Holsts „The Planets“ und die Tom-Sawyer-Suite von Franco Cesarini. Es war der perfekt vorgetragene Dank für die große Gastfreundschaft, die die Ulmer letztes Jahr bei ihrer Tour durch Afrika erleben durften.
 

Lupe

JBU & friends


Doppelkonzert begeistert Zuschauer


Augsburger Allgemeine | Neu-Ulmer Zeitung vom 7.5.2018

Bläserphilharmonie hat Gäste aus Afrika



Zwei musikalische Welten sind am Freitagabend vor annähernd 1000 Besuchern im Ulmer Congress Centrum (CCU) aufeinandergetroffen – und das in doppelter Hinsicht: nämlich Musik vom europäischen und vom afrikanischen Kontinent sowie sinfonische Blasmusik und Chorgesang. Akteure des vom Publikum mit wahren Applaussalven bejubelten Doppelkonzerts waren zwei Jugendensembles: die Junge Bläserphilharmonie Ulm (JBU) unter Leitung von Josef Christ und der Drakensberg Boys Choir unter dem Dirigenten Bernard Krüger. Vor allem der zweite Konzertteil – „Woza, Africa!“, eine durch Gesang und Choreografie, Fulminanz und voller Empathie bestechend vorgetragene Hommage des Chores an das in weiten Teilen Südafrikas viel zu spärliche Wasser und die dafür reichlich vorhandene Wildnis – riss die zahlreichen Besucher zu stehenden Ovationen hin.

Der aus rund 60 schwarzen und weißen Jugendlichen im Alter zwischen elf und 16 Jahren bestehende Chor beantwortete mit dem Gastspiel einen Besuch der Ulmer im vergangenen Jahr. Die JBU war im Sommer 2017 im Rahmen ihrer Konzertreise durch Südafrika auch in Durban und im 250 Kilometer östlich davon liegenden Drakensberg aufgetreten.

Die Südafrikaner reisten von Ulm aus weiter zu einem Konzert nach Salzburg. In dieser Woche nimmt der vielfach international ausgezeichnete Boys Choir am Europäischen Festival der Jugendchöre im schweizerischen Basel teil. (az)
 

Junge Bläserphilharmonie Ulm - sucht immer neue Talente


Die Nächsten Vorspieltermine für das Große Orchester und für das Nachwuchsorchester werden hier auf dieser Seite rechtzeitig bekannt gegeben

Falls der Download der Vorspielstücke mal nicht funktioniert...Hier ein Link
.
Die Etüden
<<<<< einfach anklicken und dem Link folgen.
Weitere Informationen findet man unter "das vorspielen"
 

Einen Bericht über die Konzertreise nach Südafrika im letzten Jahr

... hat auch das Fachmagazin für Bläsermusik in Europa, "eurowinds" veröffentlicht.
Wir freuen uns Ihnen diesen Bericht zum Download anbieten zu können.
Auch hierfür ein herzliches Dankeschön an "eurowinds"
 



...immer ganz nah dran
 

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